Dienstag, 6. November 2012

Betreuungsgeld oder Krippe: der Elternwille entscheidet


CDU / FDP-Ratsfrau Elke Liepe zu Betreuungsgeld und Krippenplätzen
Elke Liepe

von Ratsfrau Elke Liepe

Die Entscheidung über die Einführung des Betreuungsgeldes begrüße ich, finde es aber gleichzeitig auch immens wichtig, ausreichende Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren zu schaffen. Dies ist für mich kein Widerspruch, da jede Familie frei sein sollte in der Entscheidung, wie und wo ihre Kinder in den ersten Lebensjahren behütet werden.

Es gibt für mich kein logisches nachvollzielbares Argument, warum Mütter, die aus welchen Gründen auch immer ihre Kinder zu Hause betreuen wollen, dafür  nicht eine Aufwandsentschädigung sprich Betreuungsgeld erhalten sollen.Dieses Betreuungsgeld ist geringer als die Kosten eines Krippenplatzes.

Ich plädiere für die Entscheidungsfreiheit der Mütter/Eltern und gegen eine genormte, staatlich verordnete Kindererziehung, die bereits Kleinkindern übergestülpt wird.

Mein eigenes Berufsleben habe ich nach der Geburt meiner Tochter für 3 Jahre unterbrochen, ohne dass Mutterschutzregelungen mir einen Wiedereinstieg in den Beruf sicherten, habe dafür erhebliche finanzielle Einschränkungen in Kauf genommen, aber diese Entscheidung und diese Jahre  nie bereut.

Inzwischen hat sich die Gesellschaft erheblich verändert und es gibt heute wesentlich mehr alleinerziehende Mütter, die es sich meist nicht leisten können, 3 Jahre zu Hause zu bleiben. Für diese Frauen ist es zwingend erforderlich Krippenplätze mit den entsprechenden Öffnungszeiten  zur Verfügung zu stellen oder alternativ Tagesmütter auszubilden.

Betreuungsgeld oder Krippenplatz:  Eltern sollen selbst entscheiden können !
Das Argument der rot/grünen Opposition - mit Einführung des Betreuungsgeldes werden Kleinkinder aus sozial schwachen und Problemfamilien nicht rechtzeitig gefördert und deshalb benachteiligt - kann m.E. nicht dazu führen, dass alle Mütter, die ihre Kinder zu Haus behalten, diskriminiert werden und als unfähig angesehen werden, das Richtige für ihre Kinder zu tun.

Deutschland hat eine breit aufgestellte Schullandschaft, um jedem Kind eine Chance zu geben, eine passende Schulausbildung aussuchen zu können. Die gleichen Chancen sollten auch den Eltern mit Kleinkindern eingeräumt werden und deshalb finde ich die jetzt geschaffene Wahlmöglichkeit mit finanzieller Unterstützung gut und richtig.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Besuch der Partnerstadt Staryj Oskol

Die Delegation aus Salzgitter mit Vertretern der Stadt Staryj Oskol
von Ratsherrn Kurt Grinbergs

Im September hatte ich Gelegenheit, mit einer Delegation unsere Partnerstadt Staryj Oskol in Russland zu besuchen. Ein Erlebnis der besonderen Art - im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war sehr gespannt auf dass, was mich in Russland erwartet.

Um so angenehmer war ich überrascht, als unser Flieger in Moskau gelandet war. Der Flughafen Moskau-Domodedovo, einer von insgesamt 5 Flughäfen der Stadt, ist hochmodern. Ein Glaspalast etwa 40 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Moskau. Schon die Fahrt in die Innenstadt war ein Erlebnis im Bezug auf die Menge der Fahrzeuge, aber auch was die Fahrzeugtypen betrifft. Überwiegend Luxusautos sind auf Moskaus Straßen unterwegs.
Per Nachtzug ging es dann weiter in die rund 500 Kilometer entfernte Partnerstadt Staryj Oskol. Dort wurde unsere Delegation überaus herzlich empfangen. Welchen Stellenwert unser Besuch hatte, zeigte die anschließende Pressekonferenz. Neben zahlreichen Pressevertretern waren auch Fernsehsender vertreten.

Am nächsten Tag feierte Staryj Olkol den 419. Stadtgeburtstag mit einer beeindruckenden Parade. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt war der Gouverneur der Region anwesend. Unsere Delegation war zu Gast auf der Ehrentribüne, auf der auch hochrangige Vertreter von Militär und Polizei ihren Platz gefunden hatten.

Äußerst beeindruckend war der anl. des Stadtgeburtstages durchgeführte Umzug, der von mehreren tausend Menschen sehr abwechslungsreich und farbenfroh gestaltet wurde. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist die Gastfreundlichkeit, mit der wir überall empfangen wurden. Sehr verwundert war ich darüber, wie viele Menschen in der über 2000 Kilometer entfernten Partnerstadt Salzgitter kennen und von der Partnerschaft unserer Städte Kenntnis haben. Das hat mir nochmals verdeutlicht, welchen Stellenwert diese freundschaftlichen Beziehungen der beiden Städte einnimmt. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass die Kluft zwischen arm und reich in Russland sehr tief ist. Sowohl in Staryj Oskol wie auch in Moskau habe ich deutlich die Unterschiede sehen können. Auf die Gastfreundlichkeit der Menschen dort haben diese Unterschiede jedoch keinerlei Einfluss.

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass in Staryj Oskol sehr viel für junge Familien getan wird. Daher leben in dieser Stadt (Gesamteinwohnerzahl rund 260.000) überwiegend junge Familien mit steigender Tendenz. Ausschlaggebend hierfür ist, dass sehr viel im Bereich Sport und Kultur geboten wird. Neben modernen Sportstätten,  Schulen und Kindergärten bietet die Stadt ihren Einwohnern auch ein vielfältiges kulturelles Programm.

Ich würde mir wünschen, dass die Beziehungen der Partnerstädte untereinander weiterhin aufrecht erhalten und noch vertieft werden. Im Bereich der Jugendarbeit ein ganz wichtiger Gesichtspunkt von dem beide Seiten lernen und profitieren können. Salzgitter ist auf einem guten Weg zur „kinder- und familienfreundlichen Lernstadt“. Hierfür hat unser Oberbürgermeister Frank Klingebiel die Weichen richtig gestellt.

Montag, 1. Oktober 2012

Gedanken zum Sport in Salzgitter

Jürgen Hattop
von Ratsherrn Jürgen Hattop, Mitglied des Fraktionsvorstands

Das Festival des Sports in Salzgitter war ein toller Erfolg !

In sehr vielen Stadtteilen beteiligten sich tausende von Jungen und Alten an den vielen Aktionen in unseren Stadtteilen. Die ganze Vielfalt des Sportes in Salzgitter kam dabei zum Ausdruck. Es zeigt sich dabei sehr deutlich, dass der Sport in vielen kleinen und mittelgroßen Vereinen sehr gut aufgehoben ist.

Manche Salzgitteraner bedauern zu Unrecht, dass in Salzgitter mit Ausnahme des Trampolinsports keine Sportart in den obersten Spielklassen vertreten ist. Man kann das aber auch anders sehen. Die Konzentration auf obere Spielklassen in anderen Städten lässt diese Vielfalt, wie in Salzgitter deutlich wird, nur schwerlich zu.

Montag, 24. September 2012

Was haben Créteil und Salzgitter gemeinsam?

Schautafel in Créteil
von Ratsfrau Bettina Werner

Darauf war die Delegation aus Salzgitter, bestehend aus dem Oberbürgermeister Frank Klingebiel, den CDU-Ratsvertretern Bettina Werner und Dr.Rolf Teusch, den SPD-Ratsvertretern Monika Petryschyn und Elke Streckfuß, sowie Rainer Dworog und Günter Heinisch beim Besuch der Partnerstadt Créteil besonders gespannt.

Beim herzlichen Empfang im Büro des Bürgermeisters im Rathaus von Créteil durch den langjährigen Bürgermeister Laurent Cathala und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, konnte man die Stadt vom obersten Stockwerk des modernen Gebäudes bestaunen und einen ersten Eindruck gewinnen. 

Der erste Blick fiel auf den See unterhalb des Rathauses. Und schon war die Erste und auffälligste Gemeinsamkeit gefunden: ein künstlich angelegter See. Nicht so groß, wie der Salzgitter See, ohne Wasserski-Anlage und auch nicht gut zum Baden geeignet, aber mit verschiedenen Sportmöglichkeiten, viel Grün drumherum, Lebensraum für Wasservögel und einer kleinen Insel. 

Eine zweite Gemeinsamkeit ist, dass beide Städte sozusagen auf dem Reißbrett erschaffen wurden. Während Salzgitter- Lebenstedt vor 70 Jahren als Stadt geplant und gebaut wurde, hat der Bürgermeister Laurent Cathala in den letzten 30 Jahren die Stadt so ausgebaut, dass genügend Wohn- und Lebensraum für die von 50.000 auf jetzt fast 90.000 angewachsenen Einwohnerzahl geschaffen wurde. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Einrichtung von sogenannten Sozialstationen in jedem Viertel und viel Grün entlang der Straßen und Plätze.

Der Parc Dupeyroux allerdings ist schon weit vor seiner Zeit angelegt worden. Mitten im Zentrum gelegen lädt diese schöne Anlage zum verweilen und spazieren gehen ein. Während unseren Aufenthalts wurde dort ein Fest gefeiert. Nach den Ansprachen von Laurent Cathala und Frank Klingebiel wurden die schönsten Blumenkästen geehrt. Die Klesmer aus Salzgitter waren auch zu Besuch und begeisterten mit ihrer Musik. Es gab aber auch verschiedene Informationsstände. Unter anderem der Stand der Städtepartnerschaft zwischen Créteil und Salzgitter, wo es diverses Info-Material gab, aber auch  Aufsteller, die die Umgebung Salzgitters oder die beiden Seen im Vergleich zeigten.

Wir hoffen, dass wir bald noch eine weiter Gemeinsamkeit haben werden, nämlich, dass unser Oberbürgermeister genauso eine lange Amtszeit haben wird wie Monsieur Laurent Cathala :-)

Mittwoch, 19. September 2012

Weißer Ring-Außenstelle seit 30 Jahren in Salzgitter

Hans Verstegen
von Ratsherrn Hans Verstegen

Die Außenstelle Salzgitter des Weißen Ringes feierte am 15. September 2012 ihr 30jähriges Bestehen.

Der Journalist Eduard Zimmermann stellte 1976 in seiner Sendung Aktenzeichen XY die Frage: „Wenn alle den Verbrecher jagen, wer kümmert sich dann um das Opfer?“ Diese Frage führte zur Gründung des Weißen Rings. 1982 griff der damals 24jährige Polizeibeamte Markus Müller die Frage auf und gründete die Außenstelle Salzgitter.

Die Gründung und die unermüdliche Werbung um Mitglieder und Helfer zeichnet Markus Müller aus. Zu seinen Aufgaben zählt der Weiße Ring nicht nur die Opferhilfe, er betreibt auch Projekte zur Prävention und leistet Unterstützung bei der Schadenswiedergutmachung. Zu den Opfern zählen nicht nur unmittelbar Betroffene sondern auch deren Umfeld, wie Familie und Freunde.

Zahlreiche Grußworte würdigten die Arbeit von Markus Müller und seinem Team. Der Polizeipräsident Harry Döring erwähnte, daß Herr Müller die zweitlängste Amtszeit der Außenstellenleiter in Niedersachsen hat. Da der Außenstellenleiter mit der längsten Amtszeit schon über achtzig Jahre alt ist, hat Markus Müller beste Aussichten, diesen Rekord einzustellen.

Ich anerkenne die ehrenamtliche Tätigkeit des Weißen Ringes in Salzgitter und wünsche Herrn Müller und seinen Mitstreitern weiterhin viel Engagement und Erfolg!

Dienstag, 11. September 2012

140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Heerte: viel zu feiern

von Ratsherrn Dr. Rolf Teusch

Beim Leistungswettbewerb der freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Braunschweig am 02.09.2012 in Wolfsburg hat die freiwillige Feuerwehr Heerte mit 423,86 von 500 möglichen Punkten den 1.Platz erobert. Eine phantastische Leistung des etwas über 1000 Einwohner zählenden Stadtteils von Salzgitter. Hier zeigt sich,dass relativ kleine, dörflich strukturierte Stadtteile, auf Grund ihres ausgeprägten Gemeinschaftssinnes großartige Erfolge erzielen können.

Dass die Bewohner von Heerte stolz auf diese Leistung sind und sich mit ihrer ehrenamtlich tätigen Feuerwehr identifizieren, zeigte sich bei der Feier ihres 140-jährigen Bestehens am vergangenen Wochenende. Bei herrlichem Sonnenschein war der ganze Ort auf den " Beinen " und es ist sicherlich den hohen Temperaturen zu verdanken, dass so mancher Festrausch noch am nächsten Tag "gelöscht" werden musste. Aber so sollen Feste gefeiert werden.

Ich gratuliere der Freiwilligen Feuerwehr Heerte zu ihrem 1. Platz in Wolfsburg, wünsche ihr noch viele weitere erfolgreiche Wettkämpfe und danke ihr dafür, dass sie zum Wohle der Bürger ehrenamtlich 24 Stunden am Tag in Bereitschaft ist.

Dienstag, 4. September 2012

Motivationsschub

Übergabe des Fahrzeugs an die Freiw. Feuerwehr Thiede
von Ratsherrn Christian Striese, Beisitzer im Fraktionsvorstand

Fortschreibung des Blogs vom 14.02.2012 (für Beitrag hier klicken)

Die dringend geforderte Abhilfe wurde geschaffen. Am 30. August wurde das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (kurz HLF 10/6) von der Thieder Wehr in den Einsatzdienst übernommen. Zwei Tage später erfolgte die offizielle Übergabe im Rahmen eines öffentlichen Aktionstages anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Freiwillige Feuerwehr Thiedes.


Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein einjähriges Vorführfahrzeug mit zahlreichen Sonderausstattungen. Es stellt eine erhebliche technische Verbesserung dar und ist für den innerörtlichen Einsatz perfekt. Wie es sich mit dem deutlich kleineren Wassertank im außerörtlichen Einsatz (z.B. bei Unfällen auf der Autobahn) verhält, wird die Zukunft zeigen.

Man kann durchaus sagen, dass das neue Fahrzeug sogleich zu einem deutlichen Motivationsschub bei den Thieder Wehr geführt hat. Dies wurde bereits drei Tage nach der Fahrzeugübergabe bei den Bezirkswettkämpfen in Wolfsburg deutlich.
Hier holte man unter rund 50 Teilnehmern den sensationellen dritten Platz und qualifizierte sich für den Landeswettbewerb. Schöne Ereignisse für das Ehrenamt in Salzgitter.